Funktionen von Walkloden

 

Die einzelne Wollfaser weist durch ihren chemischen Aufbau eine hohe Dehnbarkeit auf. Durch das Stricken wird, aufgrund der flexibleren Struktur der Maschenverbindung, die Dehnbarkeit erhöht und man erhält Querdehnung, Längsdehnung und Dehnbarkeit in beide diagonalen Richtungen. Diese Dehnmöglichkeit des Stoffes wird als 4-Wege Stretch bezeichnet.

 

Die Wollfaser ist von Natur aus antistatisch ausgerüstet. Die unangenehmen elektrostatischen Aufladungen werden daher vermieden.

Die Atmungsfähigkeit von Kleidung ist ausschlaggebend für den angenehmen Tragekomfort bei körperlicher Aktivität. Der dabei entstehende Wasserdampf vom Körper wird von der Wollfaser aufgenommen, weitergeleitet und kann so durch das Material nach außen entweichen.

Die klimatisierende, also wärmende sowie auch kühlende Funktion des Walkstoffes macht ihn im Winter wie auch im Sommer zum beliebten Begleiter.

 Die Wollfaser ist durch ihren natürlichen Aufbau hydrophob und lässt daher Wasser abperlen. Die Regentropfen perlen an der Stoffoberfläche, durch deren Gewicht richten sich die Wollhärchen nach unten und so können die Tropfen einfach abrinnen.

Je dicker der Walkloden und je stärker die Verfilzung der Wollfaser ist, umso besser wird der Wind durch die Kleidung abgeblockt. Durch die windabweisende Funktion wird starkes Auskühlen verhindert und die Körperwärme bleibt erhalten.

Zudem ist Loden robust und äußerst strapazierfähig, wodurch er auch im Interieur seine Verwendung findet. Wie sehr einzelne Eigenschaften ausgeprägt sind, hängt natürlich mit dem Rohmaterial und nicht zu Letzt auch mit dem Walkprozess zusammen.

Der natürlichen antibakteriellen Ausrüstung der Wollfaser ist es zu verdanken, dass Walkloden absolut pflegeleicht ist, Gerüche oder Bakterien können sich nur schwer an die Faser heften. Die meisten Walkstoffe sind nicht waschbar, stattdessen reicht gutes Auslüften bei hoher Luftfeuchtigkeit oder auch in möglichst kalten Nächten um damit den Reinigungsprozess der Wollfaser zu unterstützen.